PS: Beruhigen Sie sich!

Thomas Klyscz zur Empörung über Bezeichnung „Neger“ im Kreiswahlausschuss

Klyscz_Thomas_Portrait_smallAnlass für dieses Statement ist der in der Sächsischen Zeitung und in den Dresdner Neusten Nachrichten veröffentlichten Vorfall und den Reaktionen darauf.

Die Äußerung von Frau Ziesche, wenngleich sie beiläufig und unbedarft erfolgt sein soll, war vollkommen unangemessen und herabwürdigend. Derartige Äußerungen sind, gerade im Rahmen einer Sitzung des überparteilich arbeitenden Kreiswahlausschusses, im dem es per se um die bevorstehenden Wahlen geht, vollkommen fehl am Platze. Die Einlassung durch Frau Ziesche, sie hätte nicht nicht gewusst, dass das Wort „Neger“ im Zeitalter der Schokoküsse nicht mehr verwendet würde, soll an dieser Stelle einfach mal unkommentiert bleiben. Es hätte ihr gut zu Gesicht gestanden, unverzüglich ein kurzes Wort der Entschuldigung an ihren Parteikollegen, Herrn Mahoche zu richten, statt sich auf die Bemühungen von Kreiswahlleiter und CDU-Sprecher zu verlassen, dass diese Wogen glätten.

Die Forderung der LINKEN und Grünen, Frau Ziesche solle ihre politischen Ämter niederlegen, ist dagegen mindestens ebenso überzogen und wohl nur mit dem beginnenden Wahlkampf zu erklären. Es ist halt nicht deren originäre Aufgabe, sich für die Rechte des direkt angesprochenen Herrn Mahoche einzusetzen, zumal dieser die Herabwürdigung so gar nicht aufgefasst hat. Ihm gilt mein Respekt im Umgang mit dieser „Affaire“.

Alle Beteiligten sollten ihre Fahnen wieder einholen, sich beruhigen und wieder der Tagespolitik widmen. Es gibt genug zu tun.


In der Reihe „PS – Persönlicher Standpunkt“ werden persönliche Ansichten und Meinungen von Mitgliedern des Ortsverbands oder von Mandatsträgern im Verantwortungsbereich des Ortsverbands zu ausgewählten tagespolitischen oder gesellschaftlichen Themen dargestellt. Diese geben nicht zwangsläufig die Meinung des Ortsverbands oder einer Fraktion wieder.

Ihr Kommentar