Die heiße Phase im Freitaler OB-Wahlkampf hat begonnen

Freital hat die Wahl.Durch den Umstand, dass Amtsinhaber Klaus Mättig (CDU) altersbedingt nicht zu einer erneuten Wiederwahl antreten darf, stehen, genau wie in der benachbarten Landeshauptstadt, 6 Kandidaten zur Wahl.

Stimmzettel (© Thomas Siepmann / pixelio.de)

Stimmzettel
© Thomas Siepmann / pixelio.de

Spätestens mit dem Wahlforum der Sächsischen Zeitung am 20.05.2015 im Freizeitzentrum Hains wurde die heiße Phase des Wahlkampfs eingeläutet. Eingeladen wurden zu diesem Termin seitens der Sächsischen Zeitung jedoch nur 5 Kandidaten. Der unabhängige Kandidat Rene Seyfried, der in der Bürgerinitiative „Freital steht auf“ aktiv ist, wurde absichtlich nicht eingeladen, was seitens der SZ auch im Vorfeld und zu Beginn der Veranstaltung begründet wurde.

Selbstverständlich kann die Sächsische Zeitung einladen, wen sie möchte. Sie darf grundsätzlich auch parteiisch sein. Trotzdem ist die Selektion der Kandidaten falsch und undemokratisch. Der eigene Anspruch einer ausgewogenen, objektiven Berichterstattung wird dadurch konterkariert und diejenigen bestärkt, welche die Vokabel „Lügenpresse“ so gern skandieren. Was vor Ort dann auch geschah.

Die 5 geladenen OB-Kandidaten hatten Gelegenheit, ihre Person vorzustellen und ihre politische Schwerpunktsetzung darzulegen. Moderiert von Herrn Szabo gab es ausgesprochen wenig offenen Dissens, so dass sich auch kein Kandidat tatsächlich abheben konnte. Als das Thema Asyl aufgerufen wurde, brachten sich zumindest die Anhänger des nicht im Podium befindlichen Kandidaten Seyfried hinreichend lautstark mit ein. Turbulent wurde es dann, als die anwesenden rund 250 Gäste ihre Fragen an die Kandidaten stellen duften.

Bei den thematisierten Zielen einer OB-Amtszeit fanden sich erstaunlich viele Positionen aus dem Wahlprogramm der Freitaler Liberalen zur Kommunalwahl 2014 wieder. Da war die Rede von einer neuen „Windbergarena“, Budgets für Ortschaftsräte, Kritik am Erwerb der Lederfabrik, Interesse an der Ausrichtung des „Tages der Sachsen“ und einer Landesgartenschau und der Ruf nach einer schnellstmöglichen Fertigstellung der Nordwest-Tangente.

Letztlich konnte an diesem Abend kein echter Sieger unter den Kandidaten ausgemacht werden. Das sahen wohl auch die Gäste so, die sich an einer Kurzumfrage der SZ vor Ort beteiligten.

Auch die Freitaler Liberalen werden für den ersten Wahlgang zur Wahl des Oberbürgermeisters für Freital keine Empfehlung aussprechen. Vielmehr ermutigen wir die interessierten Freitaler Bürger, sich selbst ein Bild von den Kandidaten und deren politischer Ansätze zu machen. Hierzu dienen verschiedene, von den Kandidaten selbst oder auch von Ortschaftsräten organisierte Informationsveranstaltungen, bzw. auch deren Internet- und Facebook-Auftritte.

Wir möchten explizit an dieser Stelle ohne jede Wertung die 6 Kandidaten in der Reihenfolge, wie Sie auf dem Wahlzettel am 07.06.2015 erscheinen werden benennen und jeweils einen SZ-Artikel mit Kandidatenvorstellung und, soweit auffindbar, dem entsprechenden Wahlwerbevideo, ergänzen.

Uwe RumbergUwe Rumberg, CDU

Jahrgang 1958

Portrait der Sächsischen Zeitung im Wahlkampf

Wahlergebnis: 7.716 Stimmen / 51,3%
Klaus-Dieter WolframmKlaus-Dieter Wolframm, SPD

Jahrgang 1959

Portrait der Sächsischen Zeitung im Wahlkampf

Wahlergebnis: 1.867 Stimmen / 12,4%
Steffen FrostSteffen Frost, AfD

Jahrgang 1959

Portait der Sächsischen Zeitung im Wahlkampf

Wahlwerbevideo auf YouTube

Wahlergebnis: 1.759 Stimmen / 11,7%
Frank GliemannFrank Gliemann, Bürger für Freital

Jahrgang 1959

Portait der Sächsischen Zeitung im Wahlkampf

Wahlwerbevideo auf YouTube

Wahlergebnis: 1.327 Stimmen / 8,8%
René SeyfriedRenè Seyfried, unabhängiger Kandidat

Jahrgang 1975

Portait der Sächsischen Zeitung im Wahlkampf

Wahlwerbevideo auf YouTube

Wahlergebnis: 1.319 Stimmen / 8,8%
Michael RichterMichael Richter, LINKE

Jahrgang 1976

Portrait der Sächsischen Zeitung im Wahlkampf

Wahlergebnis: 1.041 Stimmen / 6,9%

Ihr Kommentar