Knochenjob Pflege

In Deutschland fehlt es an Fachkräften in der Pflege. Laut einer aktuellen Umfrage von Verdi und dem DGB dürfte das vor allem an den Arbeitsbedingungen liegen. Zwar nehmen die befragten Alten- und Krankenpfleger ihre Arbeit häufiger als sinnhaft und wichtig für die Gesellschaft wahr, allerdings finden sie ihre Vergütung häufiger nicht angemessen als der Rest der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wie die folgende Grafik zeigt, sind die Belastungen außerdem größer als bei allen Beschäftigten, sowohl was Arbeitszeiten, als auch Stress und körperliche und emotionale Beanspruchung angeht.

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Diesen und weitere Aspekte wollen wir am 17.09.2018 in unserem VorStadtGespräch in Possendorf besprechen.

Ein Gedanke zu “Knochenjob Pflege

  1. Die „sorgende Obhut“, welche den Begriff der Pflege beschreibt,benötigt zur Erhaltung eines guten körperlich-seelisch-sozialen Zustandes für jeden Bedürftigen Fachwissen und Einfühlungsvermögen!

    Dabei sind Arbeits-und Gesundheitsschutz zur eigenen Selbstfürsorge der Pflegeberufler genau so bedeutsam wie der „pflegliche“ Umgang mit jedem Menschen, der sich pflegen lassen muss!
    Würde, Unversehrtheit, Integrität ( laut einheitlichem Grundgesetz für alle Bürger) zeigen sich oft in den kleinsten „Pflegeaktivitäten“ wenn es um Maßnahmen der Körperpflege, Ernährung, Entleerung, Beweglichkeit und Kraft als Zielbereiche der „Pflegetätigkeiten“ geht!
    Es ist z.B. unveständlich, dass für Bewegung und Motalität der Gesundheitsfachberuf der Physiotherapeuten völlig außen vor in der Altenpflege scheint!
    Die Eigenständigkeit erhalten und gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen setzt Freiheit in der Entscheidung des Einzelnen in seiner konkreten Situation voraus.
    Ohne Vernetzungen von Facherkenntnissen aus der ärztlich-und fachberuflichen Erfahrung lässt sich die öffentliche Pflegepolitik weder finanziell, noch demokratiekonform weiterentwickeln.
    Laienkräfte und Angehörige brauchen Fach-Mentoren“ bzw. leicht erreichbare Ansprechpartner!
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    Unser föderalistisches Bildungssystem priorisiert die länderhohheitliche „Kleinteiligkeit“ als liberal-demokratisches Markenzeichen! Das ist ein fataler und vielleicht auch liberaler Irrtum!
    Die nationale Einheitlichkeit wissenschaftlicher Erkenntnisse, dass jeder Mensch im ganzen Land einen Körper, eine Seele, meist zwei Arme, zwei Beine und einen Kopf hat, geht dabei an einem ganzheitlichen Gesundheitskonzept als öffentliches Gesundheitswesen vorbei!
    Das kann noch teurer werden und vielseitig ärgerlich!
    Gutes Geld bei den Krankenkassen ist da,Vielleicht auch guter Wille!,Aber es gibt keine fachlich verbindliche Kommunikation zum Thema ganzheitliche Gesundheit in einem ärztlich und gesundheitsfachberuflichen, länderübergreifenden Pflege-und Gesundheitskonzept!
    Brigitte Böttcher

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